Sparen mit Augenmaß und Verstand: Sozialdemokraten setzen sich für die „Kita Drachennest“ ein

Mit Unverständnis reagiert die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung auf die aufkommenden Diskussionen innerhalb der neuen Regierungskoalition aus CDU, BG und Grüne/Bündnis 90, bei bereits laufenden Projekten wie der Sanierung der Kita „Straße der Jugend“ Einsparungen vornehmen zu wollen. Motivierte Mitarbeiter*innen brauchen dagegen vielmehr ein klares Bekenntnis aller politischen Beteiligten für die Fortsetzung des eingeschlagenen Weges.

SPD-Fraktionsvorsitzender Rudi Michl zeigte sich überrascht über die wieder aufgebrachte Idee, bei der Sanierung der ehemaligen Kita „Straße der Jugend“ im Gelnhäuser Stadtteil Meerholz Mittel einzusparen und an einer anderen Stelle eine Einrichtung zu schaffen. „Eine Einstellung des bereits begonnenen Projekts würde erst einmal zu höheren Kosten und damit zu massiven Belastungen des Ergebnishaushalts führen, was jeglichen Einsparungen zuwiderläuft.“ Zudem seien rund 1,8 Million Euro an Fördermitteln an die zusätzlich geschaffenen und dringend benötigten Betreuungsplätze in der dann umbenannten „Kita Drachennest“ verbunden, deren Rückzahlung den Haushalt der Barbarossastadt zusätzlich belasten würde. „Das Gebot der Stunde ist es aber vielmehr, den notwendigen Rotstift mit Augenmaß und Bedacht an den richtigen Stellen anzusetzen.“

Fast noch wichtiger sei aber, dass in Rahmen des Projekts „Kita Drachennest“ auch umfangreiche Fortbildungsmaßnahmen der derzeitigen Fachkräfte des Kinderhorts Ysenburgschule begonnen wurden, die zukünftig in der „Kita Drachennest“ eingesetzt werden sollen. „Wir sind sehr froh, dass sich ein hoch motiviertes Team um den Einrichtungsleiter Matthias Okon bereit erklärt hat, bei der Planung und Einrichtung mitzuarbeiten“, so Stadtverordneter Klaus Brune. „Eine Vielzahl von Fortbildungsveranstaltungen ergänzen hierbei die Vorbereitung auf die neuen Aufgaben“, so Brune weiter. Hier entstehe an einem mit dem Ortsteil eng verbundenen Ort eine moderne und energetisch sanierte Einrichtung, die langfristig zu einer zentralen Begegnungs- und Bildungsstätte in Meerholz werden könnte.

Daher sei es nun notwendig, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen, damit Gelnhausen durch den stetigen Ausbau von Betreuungsplätzen weiterhin familienfreundlich bleibt, so SPD-Fraktionsvorsitzender Rudi Michl. „Wir stehen hinter der Sanierung, dem neuen Konzept und den hoch motivierten Fachkräften, denen wir für Ihren Einsatz und großes Engagement an dieser Stelle besonders danken möchten.“