Hans Kroth referierte bei der SPD Gelnhausen über die Aufgaben kommunaler Gremien und das Kommunalwahlrecht

„Kumulieren und Panaschieren leicht gemacht“, unter diesem Motto referierte Hans Kroth (zweiter von links) bei der SPD Gelnhausen über die Aufgaben kommunaler Gremien und das Kommunalwahlrecht.

„Demokratie lebt vom Mitmachen“, mit dieser klaren Aussage warb Hans Kroth dafür, sich kommunalpolitisch zu engagieren und sich durch die Beteiligung bei Kommunalwahlen entsprechend vor Ort einzubringen. Auf Einladung der SPD Gelnhausen referierte Hans Kroth über die kommunale Selbstverwaltung, die Aufgaben des Kreistages, der Stadtverordnetenversammlung, der Ortsbeiräte und des Magistrates und erläuterte das Kommunalwahlrecht rund ums „Kumulieren und Panaschieren“. Die Vorsitzende der SPD Gelnhausen, Kerstin Schüler, freute sich mit Hans Kroth, der Dozent für Öffentliche Finanzen und Kommunalrecht bei hessischen Verwaltungsschulverband ist, einen kompetenten Referenten gewonnen zu haben.

Ein kommunales Ehrenamt zu übernehmen bedeute vor Ort die Möglichkeit mitzuwirken, mitzumischen, mitzugestalten und selbstverständlich Verantwortung zu übernehmen. Zunächst betrachtete Hans Kroth die kommunale Selbstverwaltung im Allgemeinen und ging auf unterschiedliche Kommunalverfassungen in den einzelnen Bundesländern ein.

Im Hinblick auf die Stadt Gelnhausen gilt es am 6. März folgende kommunale Gremien zu wählen: Die Stadtverordnetenversammlung mit 37 Mitgliedern, die Ortsbeiräte Gelnhausen-Mitte, Hailer, Meerholz, Roth, Höchst und Haitz mit unterschiedlicher Anzahl von Sitzen sowie den Kreistag des Main-Kinzig-Kreises mit 87 Kreistagsabgeordneten. „Mit der Stadtverordnetenversammlung wird das oberste Beschlussorgan der Stadt Gelnhausen gewählt. Nicht der Magistrat und nicht der Bürgermeister haben in allen wichtigen kommunalen Angelegenheiten das „letzte Wort“, sondern die Stadtverordnetenversammlung“, machte Hans Kroth bei seinen Ausführungen deutlich.

Mit der Vorstellung die Musterstimmzettel für die Stadtverordnetenversammlung und die Ortsbeiräte leitete Hans Kroth zum Kommunalwahlrecht rund ums Kumulieren und Panaschieren über: „Jeder Wähler so viele Stimmen, wie es Vertreter im jeweiligen Gremium gibt. Das bedeutet für die Stadtverordnetenversammlung in Gelnhausen also 37.“ Dabei kann ein Bewerber bis zu drei Stimmen erhalten. Dieses „häufeln“ auf einen Bewerber wird als Kumulieren bezeichnet. Die Möglichkeit seine Stimmen auf verschiedene Listen zu verteilen heißt Panschieren. Bei der Verteilung der Stimmen könne man kaum etwas falsch machen, denn das Kommunalwahlrecht sehe viele „Heilungsmöglichkeiten“ vor. „Wer auf Nummer sicher gehen will, macht zunächst sein Listenkreuz ganz oben bei der Partei, von der er möchte, dass diese die Mehrheit im jeweiligen Gremium erhält. Danach kann er innerhalb der Liste die Möglichkeiten des Kumulierens nutzen oder Stimmen auf Bewerber auch anderer Listen verteilen“, erklärte Hans Kroth. Weiterhin sieht das Wahlrecht vor, dass der Wähler einzelne Kandidatinnen und Kandidaten streichen kann. „Auch das ist möglich, aber selbstverständlich nur dort, wo zuvor das Listenkreuz gesetzt wurde. Gestrichene Kandidatinnen und Kandidaten erhalten dann kein Stimme“, so Hans Kroth weiter.

Im Anschluss an seine Ausführungen dankte Kerstin Schüler Hans Kroth sehr herzlich für den informativen Vortrag und rief alle dazu auf am 6. März auch wählen zu gehen: „Nutzen Sie ihr Wahlrecht, mischen Sie mit, denn es geht bei den Kommunalwahlen ausschließlich um Gelnhausen und den Main-Kinzig-Kreis. Und nutzen Sie die Briefwahl, um zu Hause in aller Ruhe zu Kumulieren und Panaschieren.“ Weitergehende Informationen zum Kumulieren und Panschieren gibt es auch unter www.mein-mkk.de.