Der bevorstehende Abwägungsbeschluss für den Bebauungsplan der Housing Area, die Erweiterung der Schulkinderbetreuung im Bereich Hailer und Meerholz, die Chancen und Grenzen einer Videoüberwachung am Gelnhäuser Bahnhof und das Engagement der Stadt Gelnhausen im Bereich der Energieversorgung waren Gegenstand der Beratungen der jüngsten Sitzung der SPD-Stadtverordnetenfraktion.
Mit Blick auf den bevorstehenden Abwägungsbeschluss für den Bebauungsplan der Housing Area, wird die SPD-Fraktion die Vorlagen des Magistrates und die Beschlussempfehlungen unterstützen. „Wir haben von Anfang an das Projekt unterstützt und werden dies auch auf den letzten Schritten tun", so Fraktionsvorsitzender Ewald Desch. Die geplante Entwicklung sei eine große Bereicherung für die Stadt Gelnhausen. „Jetzt geht es darum, die letzten baurechtlichen Hürden für das Gesamtprojekt zu nehmen", so Ewald Desch.
Begrüßt wurde das Vorhaben der Stadt Gelnhausen die Schulkinderbetreuung an der Ysenburgschule für die Stadtteil Hailer und Meerholz zu erweitern und somit zu verbessern. „Hier wird die SPD-Fraktion die entsprechende Vorlage des Magistrates unterstützen. Die Erweiterung der Schulkinderbetreuung passt zu allen Aktivitäten, die wir in den zurückliegenden Jahren umgesetzt haben, um Gelnhausen als Familienstadt weiter zustärken", so Claudia Dorn. In diesem Zusammenhang betonen die Sozialdemokraten aber auch, dass Land und Bund sich der Frage der Schulkinderbetreuung annehmen müssen. „Es kann nicht sein, dass alles an den Städten und Gemeinden hängen bleibt. Eine verlässliche Schulkinderbetreuung ist in erster Linie Aufgabe der Bundesländer", so Claudia Dorn weiter.
Auf Anregung von Bürgermeister Thorsten Stolz diskutierte die SPD-Fraktion auch das Thema Videoüberwachung am Gelnhäuser Bahnhof. In einer breiten Diskussion seien erste Vor- und Nachteile abgewogen worden. Der Hintergrund waren Gespräche, die Thorsten Stolz in den zurückliegenden Tagen mit Vertretern der Bahnhofsinitiative Gelnhausen und der Polizeistation geführt hatte. „Das ist ein Thema, das die SPD sach- und fachgerecht aufbereiten will und nicht in einer Sitzung abschließend behandelt werden kann. Wir werden deshalb einmal schauen, welche Erfahrungen andere Kommunen mit dem Thema gemacht habe", so Ewald Desch. „Das Thema ist interessant und wir werden das Handlungsfeld vor dem Hintergrund des Sicherheitsaspektes für die Bürgerschaft ohne Vorbehalte auf die Umsetzbarkeit im Bahnhofsumfeld in Gelnhausen hin prüfen", macht Ewald Desch deutlich.
Breiten Raum der Diskussion nahmen auch die in diesem Jahr anstehenden Entscheidungen im Bereich der Konzessionsvergaben - und damit ein mögliches Engagement der Stadt Gelnhausen im Bereich der Energieversorgung - ein. Im Rahmen der SPD-Fraktionssitzung wurde noch einmal auf die ganze Bandbereite der Optionen eingegangen. Diese reiche von der einfachen Vergabe der Konzessionen an einen der Bewerber bis hin zu einem völligen Neuaufbau mit Netz und Vertrieb. Dazwischen liegen aus Sicht der SPD viele interessante und sympathische „Mischmodelle". Dies seien beispielsweise der Rückkauf der Netze und eine entsprechende Weiterverpachtung, die Gründung einer Netzgesellschaft mit einem Partner oder aber auch die Beteiligung der Stadt Gelnhausen am bestehenden Unternehmen Stadtwerke Gelnhausen. „Vor allem die ganze Bandbreite der Optionen für die Stadt Gelnhausen macht deutlich, dass neben Visionen für die Zukunft auch die wirtschaftlichen und finanziellen Möglichkeiten der Stadt Gelnhausen in die Entscheidung mit einfließen müssen", so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Walter Nix. Wegen der Komplexität des Themas und der genauen Zielfestlegung, wird die SPD-Fraktion in den nächsten Wochen eigens in Klausur gehen, um vor allem auch die neuen Fraktionsmitglieder auf einen einheitlichen Wissensstand zu bringen.









