"Die Soziale Marktwirtschaft im Sinne eines Ludwig Erhards, der Abbau von Bürokratie, die Förderung und Stärkung des Ehrenamtes, die Notwendigkeit eines Mindestlohns und der weitere Ausbau erneuerbarer Energien", das waren die Themen, die Landrat Erich Pipa am Sonntagmorgen im Rahmen eines musikalischen Frühschoppens im Dorfgemeinschaftshaus in Höchst ansprach. Rund 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung der SPD Höchst ins Dorfgemeinschaftshaus gefolgt, um Landrat Erich Pipa sprechen zu hören. Nicolai Knoll und Jakob Sinsel sorgten für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung.
Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der SPD Höchst, Reinhard Werner, ging Bürgermeister Thorsten Stolz auf die anstehende Kommunalwahl ein. "Ich brauche für meine Arbeit eine breite und verlässliche Mehrheit im Rücken. Vieles konnte in unserer Stadt bereits bewegt werden. Damit wichtige Stadtentwicklungsprojekte, wie beispielsweise die Entwicklung der Housing Area umgesetzt werden, brauchen wir keine Bedenkenträger, sondern Menschen, die mit Mut und Zuversicht Projekte angehen", sagte Thorsten Stolz. In seinem Grußwort erinnerte Thorsten Stolz an die Projekte, die in seiner Amtszeit in Höchst umgesetzt wurden. Hier nannte er die Fertigstellung des Dorfgemeinschaftshauses, die Erweiterung der Ganztagesbetreuung in der Kindertagesstätte, der Aufbau einer Krippengruppe zur Betreuung von unter Dreijährigen, die Unterstützung des TSV Höchst bei der Sanierung des Rasenplatzes, die Verbesserungs- und Gestaltungsarbeiten auf dem Friedhof, die neuen Spielgeräte für den Spielplatz im Igelsgrund und die bereits beschlossene Neugestaltung des Spielplatzes am Rückersberg. Auch auf die Neugestaltung der Bushaltestelle in der Leipziger Straße und die neue Küche für das Dorfgemeinschaftshaus ging Thorsten Stolz ein. "Auch das sind Projekte, die sich bereits in der Umsetzung befinden bzw. wie die Bushaltestelle bereits abgeschlossen sind", so Thorsten Stolz.
Landrat Erich machte in seiner gut 45-minütigen Ansprache die Bedeutung der sozialen Marktwirtschaft im Sinne eines Ludwig Erhards deutlich und verlangte von den Wirtschaftsbossen mehr Moral bei ihren Entscheidungen. Sehr deutlich sprach sich Erich Pipa für die Einführung eines Mindestlohns aus. "Das hilft nicht nur den Beschäftigten selbst, sondern schützt auch die heimische Wirtschaft vor Billiganbietern aus dem europäischen Ausland und einem ruinösen Wettbewerb", so Erich Pipa. Dies hätten mittlerweile auch viele Arbeitgeber erkannt. Eine klare Absage erteilte Erich Pipa der Steuersenkungspolitik a la Westerwelle. Dass der Main-Kinzig-Kreis starker Partner des Ehrenamtes und der heimischen Vereine und Verbände sei, unterstrich Erich Pipa ebenso. "Der Main-Kinzig-Kreis hat auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Förderung für das Ehrenamt nicht gekürzt, denn das Ehrenamt ist der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält", sagte Pipa unter dem Beifall der Zuhörer. Als unverständlich beizeichnete er die Schließungen des Amtsgerichtes in Schlüchtern und die Schließung des Arbeitsgerichtes in Hanau. "Das kommt dabei raus, wenn in Weisbaden und Berlin nur noch die Bürokraten das Sagen haben", so Erich Pipa im Hinblick auf die aus seiner Sicht falschen Entscheidungen. Die hessische Landesregierung mache eine Politik gegen die Menschen und sei mittlerweile abgehoben. Abschließend sagte Erich Pipa, dass die Stimmung im Main-Kinzig-Kreis und in den Städten und Gemeinden für die SPD gut sei. Jetzt gelte es, aus der Stimmung auch Stimmen zu machen.
Foto: Landrat Erich Pipa sprach beim musikalischen Frühschoppen im Dorfgemeinschaftshaus in Höchst. Das Foto zeigt Thorsten Stolz, Thomas Betz, Sigrun Weigand, Grant Hummel, Erich Pipa, Walter Spahn und Reinhard Werner.










